Kresse – Frische und Vitamine im Winter

An grauen Wintertagen ist die Freiluftsaison mit frischem Obst und Gemüse eine gefühlte Ewigkeit entfernt. Auch wenn frisches Obst und Gemüse in Geschäften gekauft werden kann, fehlt das Gefühl selbst frische Vitamine zu ernten. Unser Tipp um die Sehnsucht nach der eigenen Ernte bis zum Frühjahr zu überbrücken: Vitamine von der Fensterbank – einfach und schnell angebaut. Kresse (Lepidium sativum) ist anspruchslos und hat wertvolle Inhaltsstoffe.

Vitamine und Mineralstoffe

Kresse zeichnet sich durch einen hohen Vitamin C- und Folsäure-Gehalt aus. Zudem enthält sie weitere B-Vitamine und Beta-Carotin (Provitamin A). Kresse weist einen hohen Gehalt der Mineralstoffe Kalium und Calcium auf und enthält auch Eisen, dass eine wichtige Rolle bei der Blutbildung spielt. Somit ist Kresse gerade als winterliche Nahrungsergänzung und zur Unterstützung des Immunsystems wertvoll, da sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist.

Der Kresseanbau

Kresse ist einfach anzubauen, da in der Regel die Keimlinge geerntet werden. Im Handel finden sich diverse Gefäße für den Kresseanbau: vom Schaf über den Igel bis zum Schwein aus Ton, Porzellanboxen, Mini-Gewächshäuser usw. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Eine einfache Lösung ist die Verwendung von Deckeln großer Schraubgläser, wie z. B. Gurkengläsern. Ein weiterer Vorteil dieser Deckel ist, dass die Portionen nicht zu groß sind. Kresse sollte frisch geerntet werden, da sie schnell ihr leicht scharfes Aroma verliert. Sie lässt sich weder trocknen noch einfrieren. Die Kresse kann auf diese Weise alle paar Tage in Portionen ausgesät werden, so dass immer frische Kresse zum Würzen zur Verfügung steht.

Material:

  • Kressesamen
  • Schraubdeckel eines Glases
  • Küchenpapier (alternativ: Watte)
  • Schere
  • Bleistift
  • Wasser
Kresse

Die Kresse ist ausgesät, Foto: R. Schügner

Der gespülte und getrocknete Deckel wird auf das gefaltete Küchenpapier (wir nehmen eine „doppelte Lage“ Papier) gelegt. Anschließend wird der Deckel mit einem Bleistift umfahren und der Kreis innerhalb der Markierung ausgeschnitten. Das Papier wird in den Deckel gelegt und angefeuchtet. Die Kressesamen werden auf das feuchte Papier gestreut. Da die Samen zu Beginn beim Quellen relativ viel Wasser benötigen, sollte der Wasserbedarf zu Beginn öfter kontrolliert werden. Die Kresse keimt recht schnell, so dass man ihr beim Wachsen zusehen kann. Das regelmäßige Gießen sollte nicht vergessen werden. Wenn die Kresse etwa 5 cm gewachsen ist, kann sie geerntet, d. h. einfach mit der Schere abgeschnitten, werden.

Sie kann zum Beispiel zum Würzen von Salaten oder Quark verwendet werden. Oder ein Vollkornbrot mit Frischkäse oder Quark lässt sich mit frischer Kresse etwas „aufpeppen“.

Kressebrot

Ein Brot mit frischer Kresse – die ideale Vitaminergänzung, Foto: R. Schügner

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