Kräutertees – Wirkung für die Gesundheit

Im Winter ist es oft regnerisch grau oder eisig. Die richtige Zeit um gemütlich die ein oder andere Tasse Tee zu trinken. Der Tee, ob schwarz, grün, aus Kräutern oder Früchten, wärmt von innen und tut gut. Einerseits ist es ein entspanntes Ritual an kurzen Tagen. Andererseits eignen sich Kräutertees in der Erkältungszeit um schnell wieder fit zu werden. Leider reicht die eigene Kräuterernte in den Wintermonaten oft nicht für den eigenen Bedarf. Derjenige, der in den Sommermonaten vorgesorgt und Kräuter getrocknet hat, kann sich glücklich schätzen.

Teekanne

Im Winter gemütlich eine Tasse Tee bei Kerzenschein trinken; Foto: R. Schügner

Tee – woher?

Doch welche Möglichkeiten gibt es, wenn die eigenen Kräutervorräte nicht reichen? Unterschiedliche Tees gibt es in fast jedem Geschäft und in jeder Preisklasse. Wenn nur der Geschmack zählt, kann jeder beliebige Tee gekauft werden. Allerdings lohnt sich der Blick auf die Inhaltsstoffe immer: Welche Kräuter oder Früchte sind enthalten? Enthält der Tee Zusatzstoffe, wie Vitamine oder Aromen?

Soll der Kräutertee der Gesundheit dienen, dann sollte die Qualität der Ausgangsstoffe gewährleistet sein. Nur in qualitativ hochwertigen Tees finden sich die Inhaltsstoffe in ausreichender Menge. Da heißt es dann besonders sorgfältig auf die Inhaltsstoffe zu schauen, bei dem Teehändler seines Vertrauens oder in der Apotheke einzukaufen.

Tee aus der Apotheke?

Da der Tee „eine Krankheit behandeln“ soll, ist die Apotheke durchaus eine Adresse für diesen Medikamentenersatz. Für Kräuter aus Apotheken gelten zudem besondere Bestimmungen. Sie sind nicht nur auf Verunreinigungen, z. B. mit Pflanzenschutzmitteln, geprüft, sondern auch auf den Gehalt an den für die Therapie wichtigen Inhaltsstoffen. Auch die Apotheke verkauft Tees in Aufgussbeuteln, aber es gibt den Tee bzw. die Kräuter auch „lose“. Der Aufgussbeutel hat den Vorteil, dass immer die richtige Menge Tee – auch bei Mischungen – verwendet wird. Je nach den verwendeten Kräutern kann auch der grober geschnittene „lose“ Tee Vorteile haben, da ätherische Öle nicht so schnell entweichen. Tee aus der Apotheke kann bei Erkrankungen durchaus eine Alternative sein.

Tee kochen?

Üblicherweise werden die Kräuter mit heißem oder kochendem Wasser aufgegossen um die Wirkstoffe aus den Blättern zu lösen. Damit die Inhaltsstoffe nicht „verdampfen“, sollte die Tasse abgedeckt werden. Je nach den Bestandteilen gibt es noch zwei weitere Methoden: die Kräuter in Wasser kochen oder einen kalten Aufguss, bei dem die Kräuter eine längere Zeit in kaltem Wasser stehen.

Beispiele für Heilkräuter

Wir haben einige Kräuter und ihre Wirkungen zusammengestellt. Da die Kräuter (und damit die Kräutertees) arzneilich-wirksame Bestandteile enthalten, sollten sie nur in Maßen genossen werden.

Thymian (Thymus vulgaris):
Für den Tee werden die vom Stängel abgestreiften (gerebelten) Blätter verwendet. Der Tee wird bei Husten und Erkältungen eingesetzt.

Lindenblüten (Winterlinde/Tilia cordata; Sommerlinde/Tilia platyphyllos):
Es werden Hochblätter, Blüten und Blütenknospen für den Aufguss verwendet. Anwendungsgebiete von Lindenblütentee sind Erkältungskrankheiten und Husten.

Kamille

Kamille – duftende Blüten als Tee bei Magen-Darm-Beschwerden; Foto: R. Schügner

Kamille (Matricaria chamomilla, auch M. recutita):
Für den Arzneitee werden nur die Blüten verwendet, da hier die wirksamen Inhaltsstoffe zu finden sind. Der Kamillentee wird bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.

Pfefferminze (Mentha piperita):
Bei der Pfefferminze finden sich die Wirkstoffe in den Blättern. Als Arzneitee wird die Pfefferminze bei Magen-Darm- sowie Gallenbeschwerden eingesetzt. Wer Gallensteine hat, sollte den Tee mit Vorsicht genießen und eventuell mit dem Arzt Rücksprache halten.

Zimt (Cinnamomum zeylanicum):
Hier wird für den Tee wie auch zum Würzen die Zimtrinde verwendet. Zimtrinde wird bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sowie Völlegefühl und Blähungen eingesetzt.

Lavendel

Blühender Lavendel – eine Erinnerung an den Sommer; Foto: R. Schügner

Lavendel (Lavendula angustifolia):
Die wirksamen Bestandteile des Lavendels befinden sich in den Blüten. Lavendel wird  als Tee u. a. bei Einschlafstörungen, nervösem Reizmagen und nervösen Darmbeschwerden eingesetzt.

Salbei (Salvia officinalis):
Für einen Salbeitee werden die Blätter verwendet. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum wird der Aufguss hauptsächlich zum Gurgeln eingesetzt. Als Tee wird bei Verdauungsstörungen und Blähungen eingesetzt.

Ingwer (Zingiber officinale):
Vom Ingwer werden Teile des Rhizoms (also das was wir auch zum Kochen nehmen) verwendet. Zum Einen wird Ingwertee bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Zum Anderen hat Ingwer eine nachgewiesene Wirksamkeit gegen die Reisekrankheit (Schwindel, Übelkeit, Erbrechen).

Wer jetzt für die nächste Gartensaison das eigene Kräuterbeet mit duftenden Kräutern für die Gesundheit vor Augen hat, findet hier unsere Anleitung zum Bau einer Kräuterschnecke.

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