Frische Kräuter aus der Kräuterschnecke

Nach einem langen Arbeitstag zu Hause den Garten genießen. Auf der Bank neben dem blühenden Lavendelstrauch sitzen und auf dem Tisch steht ein Glas mit frischem Pfefferminztee. Lavendel und Minze duften, die Bienen summen dazu, dass ist Entspannung pur.

Minztee

Ein Glas frischer Minztee; Foto: R. Schügner

Frische aromatische Kräuter im eigenen Garten liefern Düfte für die Sinne. Sie verfeinern unsere Küche und unterstützen unsere Gesundheit. Wer einen eigenen Garten besitzt, sollte eine Ecke für frische Kräuter reservieren. Für den Anbau empfiehlt sich eine Kräuterschnecke (bzw. Kräuterspirale). Sie ist dekorativ und bietet den Kräutern unterschiedliche Wachstumszonen – von trocken bis feucht. So kann für jede Pflanze der ideale Standort gewählt werden.

Welche Baumaterialien eignen sich für eine Kräuterschnecke?

Die Kräuterschnecke besteht aus einer Trockenmauer, die aus Natur- oder Ziegelsteinen aufgebaut wird. Die Steine sehen gut aus und garantieren eine lange Haltbarkeit. Alternativ können Holzpfähle oder Betonpflanzsteine verwendet werden.

Die Vorbereitungen

Für das Beet sucht man eine möglichst sonnige Lage. Die Kräuterschnecke sollte einen Durchmesser von zwei bis drei Metern und eine Höhe von etwa 80 cm haben. Um die (Kreis-)Fläche zu auf dem Boden zu markieren, kann man sich eines einfachen „Zirkels“ bedienen. Hierzu werden zwei Stöcke und ein Seil, dessen Länge dem geplanten Radius entspricht, benötigt. An jedem Seilende wird ein Stock befestigt. Einer der Stöcke wird in der geplanten Mitte in den Boden gesteckt. Nun kann mit dem „freien Stock“ ein Kreis in den Boden gezeichnet werden. Um das Abfließen des Wassers zu gewährleisten, wird der Boden innerhalb des Kreises 10 cm tief ausgehoben und mit Schotter aufgefüllt. Auf dieser Basis wird die Spirale markiert, wobei das äußere Ende nach Süden ausgerichtet sein sollte. Je nach geplanter Bepflanzung kann am unteren Ende der Kräuterschnecke noch ein Wasserbecken, z. B. für Brunnenkresse, eingesetzt werden.

Der Aufbau der Kräuterspirale

Auf der Kreismarkierung beginnend, wird die erste Lage Steine spiralförmig nach innen gelegt. Der Abstand zwischen den äußeren und inneren Steinmauern sollte etwa 25 cm betragen. Wenn diese erste Schicht Steine ausgerichtet ist, werden weitere Schichten fugenversetzt – bis zur gewünschten Höhe – übereinander gestapelt. Die Mauer muss für die Gesamtstabilität leicht nach innen geneigt sein. Die Steine werden nicht verfugt, da die Zwischenräume Platz für viele nützliche Kleinlebewesen bieten.

Jetzt ist es soweit und die Kräuterschnecke kann mit Erde aufgefüllt werden. Damit die Erde „etwas sackt“ wartet man entweder den nächsten Regen ab oder die Gießkanne mit Brauseaufsatz kommt zum Einsatz. Zur Verdichtung der eingefüllten Erde muss das Beet auf jeden Fall gut gewässert werden. Fehlende Erde wird wieder aufgefüllt.

Die Bepflanzung der Kräuterschnecke

Durch die spiralförmige Bauart bietet die Kräuterschnecke unterschiedliche Wachstumszonen. Der Trockenbereich liegt im oberen Teil. Hier ist der ideale Platz für mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Salbei. Weiter unten in der Spirale wird es feuchter. Dort finden Schnittlauch, Petersilie und Minze ihren Platz.

Im Youtube-Video von OBI werden die Einzelschritte des Baus einer Kräuterschnecke anschaulich zusammengefasst.
Der Garten ist mit der Kräuterschnecke um ein dekoratives und nützliches Beet reicher. Wir können täglich Kräuter für Küche und Gesundheit ernten und im Sommer den Kräuterduft genießen.

Wir haben einen Tipp für alle, die keinen Garten besitzen, aber die eigenen Kräuter trotzdem dekorativ präsentieren möchten: Eine selbst bemalte Holzkiste ist dekorativ und praktisch. Sie passt auf jeden Balkon und jede Fensterbank. Hierfür wird eine alte Obst- oder Mandarinenkiste bemalt. Hier findet ihr die Anleitung zur Gestaltung der Kiste.

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